
(Quelle: zeit.de, Artikel)
Einen kleinen feinen Artikel über die Kultur in Dubai (der alle meine Vorurteile bestätigt) habe ich vor einiger Zeit gelesen. Er beschreibt das undurchsichtige Geschacher um das große Geld und den damit immer einhergehenden Konflikt zwischen traditionellen Kulturbetrieb und Entertainment, mit der sich Michael Schindhelm (vormals "Berliner Opernstiftungsdirektor") in seinem Buch "Dubai Speed" auseinandersetzt.
In Berlin gab’s Sparzwang, in Dubai wollte Schindhelm aus dem Vollen schöpfen. Zwischen zehnspurigen Autobahnen, künstlichen Inseln und Hochhaustürmen träumten seine neuen Chefs von einem Multiplex-Musiktheater mit zwei Dutzend Bühnen und einem Museumskomplex im Format XXL. Im Sommer 2009 hat Schindhelm das Handtuch geworfen, er lebt jetzt in Rom. Während der Louvre schon vor einem Jahr in seiner Zweigstelle in Abu Dhabi Richtfest feierte und fast zeitgleich I. M. Peis Museum für Islamische Kunst in Doha eröffnet wurde, ist die Kulturblase in Dubai geplatzt.
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