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Nach dem Vorbild des New York Times Projektes One in 8 Million dokumentiert die taz mit berlinfolgen seit gut einem Jahr verschiedene Berliner. Obwohl die Aufnahmen aus Einzelbildern zusammengesetzt sind, entsteht ein sehr lebendiges Bild der Porträtierten.
Auch ein mir sehr bekannter Radfahrer ist darunter: Aydin Akin demonstriert seit Jahren auf den Fahrrad mit seiner Trillerpfeife für das Ausländerwahlrecht in Deutschland. Denn obwohl in Deutschland Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft Jahrzehnte leben können und auch mit Hauptwohnsitz gemeldet sind, dürfen Sie nicht an Landtags- und Bundestagswahlen teilnehmen. So produziert man Demokratieverdrossenheit.
Diese und weitere spannende Geschichten gibt es auf Berlinfolgen zu sehen.
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Wer es noch nicht gesehen hat: Die neue Show von Roche & Böhmermann ist nichts für schwache Gemüter aber sehr gelungen (sieht man von der zu großen Anzahl an eingeladenen Gästen ab). Zum Nachsehen der Sendung in der ZDF Mediathek.
Dazu noch einen Kommentar von wirres.net:
Dazu noch einen Kommentar von wirres.net:
meistens ist es ja so, dass konzeptionelle vorankündigungen einer sendung nichts als phrasendrescherei sind. bei roche und böhmermann sind alle ankündigungen die ix gelesen habe umgesetzt worden. die gäste wurden unterbrochen wenns langweilig wurde, die moderatoren sperrten sich gegen jeden journalistendarstellerischen anspruch und waren hemmungslos subjektiv und hochgradig beleidigend ihren gästen und sich selbst gegenüber.böhmermann, der an schwerer witzelsucht leidet, verhastpelte sich kräftig, als er britt hagedorn auf die füsse treten wollte und sich beim vorwurf, sie würde in ihrer sendung „menschen am rande zur geistigen behinderung“ vorführen, völlig verargumentierte. man merkte, er hatte sich fest vorgenommen diesmal britt hagedorn vorzuführen und es war ein fremdschäm-vergnügen ihm dabei zuzusehen. das ganze war deshalb ein vergnügen, weil böhmermann sich nicht versuchte rauszuwulffen, sondern seine niederlage und sein versagen eingestand.
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wie wenig Steuern Berlin von seinen Bewohnern zur Deckung des eigenen Haushalts einnimmt. Auch wenn ich die Statistiken kenne, ist es jedes Mal wieder ein Schock, wenn knapp 40% des Berliner Haushalts aus Bundesmitteln finanziert werden! Ein Hoch auf den Länderfinanzausgleich und den Solidarpakt... :/


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Ich muss ja zugeben, dass ich Alexander Kluge am Anfang nicht ausstehen konnte. Sein Interviewstil erinnerte mich irgendwie immer an imaginiäre Gesprächsrunden zwischen eingestaubten Lateinlehrern. Dieser negative Ersteindruck ist aber schnell einer echten Begeisterung für Kluge gewichen. Heute mag ich seinen ausozziationsreichen Denkstil, der so viele Bereiche miteinander verbindet. Zwei kleine „Gedankenhappen“ will ich anlässlich seines 80. Geburtstags aus einem Interview im Tagesspiegel zitieren, die auch gut zu meiner jetzigen Lebenssituation passen.
Zur Biografie:
Zur Liebe und zur Philosophie sagt er auch noch etwas sehr schönes:
Hier gehts zum ganzen Interview.
Zur Biografie:
Tagesspiegel: Für Niklas Luhmann ist eine Biografie, eine „Sammlung von Zufällen, das Kontinuierliche besteht in der Sensibilität für Zufälle“. Erfinden wir unser Leben?
Luhmann ist ein unglaublich kluger Mann, ein absolut exakter Beobachter. Es stimmt, äußerlich besteht eine Biografie aus einer Sammlung von Zufällen. Entscheidend ist, wie ich innerlich auf das Angebot dieser Zufälle antworte. Wir sind Glückssucher. Obwohl wir das Glück nicht immer finden, werden wir es uns nicht ausreden lassen, es zu suchen. Man kann Leben nicht planen. Kleist hat sich in einer Lebenskrise gequält, sich einen Lebensplan zu verordnen. Der Lebensplan hat ihn später zerrissen. Wenn ich mich verliebe, trifft mich etwas. Das ereignet sich, ohne dass ich einen allmächtigen Willen dagegen setzen könnte. Das bedeutet das Wort Zufall. Aber ich kann wach sein, aufmerksam, in meiner Antwort auf das, was mich trifft. Oder ich kann mich verhalten, wie ein unaufmerksamer Kapitän, der sein Kreuzfahrtschiff in Schräglage bringt. Wenn Menschen in der Begegnung mit Zufällen unaufmerksam sind, bringen sie ihr Leben in solche gefährliche Schieflagen.
Zur Liebe und zur Philosophie sagt er auch noch etwas sehr schönes:
Die Frage nach den Schwierigkeiten in einem Liebesverhältnis ist eine gute Wurzel für eine philosophische Auseinandersetzung. Philosophie ist nichts Abstraktes. Sie geht um mit dem, was für mein Leben relevant ist. Das ist so in „Liebe als Passion“ von Luhmann und in Adornos „Minima Moralia“. Die Theorie, unser Denken, ist verankert in den Emotionen. Ratio ist verdichtete Emotion.
Hier gehts zum ganzen Interview.
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Gefällt mir. Gefällt mir sehr. Großes Kino. Endlich mal Leute die tanzen wie ich :D. Da passt einfach alles zusammen: The Antwoord - I Fink U Freeky
1 Kommentar
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15.02.2012, 11:07
Kommentar von Piroschka
Dieses Video hat mich an die gerade hochgekochte Diskussion an berliner Theatern erinnert: Warum zum Teufel werden weiße Schauspieler schwarz geschminkt - warum lässt man nicht einfach schwarze Schauspieler (sehr wahrscheinich ist das nicht politisch korrekt) diese Rollen spielen? Protestler, die sich gegen dieses "Blackfacing" als Ausdruck kolonialhistorischer Vergangenheit, verteilten im Deutschen Theater dagegen Flugblätter (Artikel in der Berlin Zeitung siehe http://www.berliner-zeitung.de/debatte/debatte-am-deutschen-theater--wo-faengt-rassismus-auf-der-buehne-an-,10809196,11633432.html). Mich selbst hätte das nicht aufgeregt, Kunst darf schließlich alles, hätte ich nicht folgende Stellungnahme des Schloßparktheaters dazu gelesen, "dass es in Deutschland schwierig sei, schwarze Schauspieler fest zu engagieren und zu besetzen, da es einfach nicht genug Rollen für sie gebe." Schwarze Schauspieler werden also auf ihre Hautfarbe reduziert und würden damit nur von dem (üblicherweise weißen) Charakter ablenken, sie umdeuten? Häääää?!
Und natürlich ist es ärgerlich für südafrikanische - noch dazu von den Buren abstammende (?), siehe Bandname, -, weiße Künstler, in einen politischen Kontext gestellt zu werden, was, ganz nebenbei, nach der Lektüre des Zeit-Artikels (http://www.zeit.de/2012/07/DOS-Farmermorde) über den noch immer sehr blutig anhaltenden und hasserfüllten Konflikt in Südafrika nicht außergewöhnlich ist.
Also: warum haben the Antwoord nicht schwarze Darsteller buchen können? Ich bitte um Antwort.
Und natürlich ist es ärgerlich für südafrikanische - noch dazu von den Buren abstammende (?), siehe Bandname, -, weiße Künstler, in einen politischen Kontext gestellt zu werden, was, ganz nebenbei, nach der Lektüre des Zeit-Artikels (http://www.zeit.de/2012/07/DOS-Farmermorde) über den noch immer sehr blutig anhaltenden und hasserfüllten Konflikt in Südafrika nicht außergewöhnlich ist.
Also: warum haben the Antwoord nicht schwarze Darsteller buchen können? Ich bitte um Antwort.
Harald Martenstein, bekannt aus seiner Kolumne im ZEIT Magazin hat einen sehr reflektierten und ausgewogenen Artikel zur Gentrifizierungsdebatte in Berlin geschrieben, dessen Argumente ich ausnahmslos teile. Berlin Kreuzberg Fotos aus den 70ern und 80ern gibts noch obendrauf.
Hier gehts zum Artikel des Tagesspiegels.
Wie gesagt, reiche Städte sind langweilige Städte. Aber bis Berlin eine reiche Stadt wird, wie Zürich oder München, muss noch viel passieren. Ich mache mir da keine Sorgen. Eine Stadt entwickelt sich immer, man kann sie nicht in einem bestimmten Zustand einfrieren, auch wenn man diesen Zustand schön findet. Mir würden für Berlin schon ein paar Jahreszahlen zum Einfrieren einfallen, 1990 zum Beispiel, war das nicht eine wunderbare Zeit? Aber es geht nicht, die Geschichte kennt keine Auszeiten, im Gegensatz zum Basketball. Es geht entweder aufwärts oder abwärts mit der Wirtschaft, die Stadt wird entweder reicher oder ärmer. Und da ist ein allmählich wachsender Wohlstand sicher die bessere Richtung.
Hier gehts zum Artikel des Tagesspiegels.
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