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Die Gedanken sind frei
Ausschnitt aus "An Essay on Man" (Ernst Cassirer)
All that which befalls man from without is null and void. His essence does not depend on external circumstances; it depends exclusively on the value he gives to himself. Riches, rank, social distinction, even health or intellectual gifts – all this becomes indifferent. What matters alone is the tendency, the inner attitude of the soul; and this inner principle cannot be disturbed. »That which does not make a man himself worse than before cannot make his life worse either, nor injure it whether from without or within.«
The requirement of self-questioning appears, therefore, in Stoicism, as in the conception of Socrates, as man’s privilege and his fundamental duty. But this duty is now understood in a broader sense; it has not only a moral but also a universal and metaphysical background. »Never fail to ask thyself this question and to cross-examine thyself thus: What relation have I to this part of me which they call the ruling Reason? He who lives in harmony with his own self, his demon, lives in harmony with the universe; for both the universal order and the personal order are nothing but different expressions and manifestations of a common underlying principle. Man proves his inherent power of criticism, of judgment and discernment, by conceiving that in this correlation the Self, not the Universe, has the leading part. Once the Self has won its inner form, this form remains unalterable and imperturbable. »[…] a sphere once formed continues round and true.« That is, so to speak, the last word of Greek philosophy – a word that once more contains and explains the spirit in which it was originally conceived. This spirit was a spirit of judgment, of critical discernment between being and nonbeing, between truth and illusion, between good and evil. Life in itself is changing and fluctuating, but the true value of life is to be sought in an eternal order that admits of no change. It is not in the world of our senses, it is only by the power of our judgment that we can grasp this order. Judgment is the central power in man, the common source of truth and morality. For it is the only thing in which man entirely depends on himself; it is free, autonomous, self-sufficing.
Hier nachzulesen im Volltext (S. 11 f.).
Die Gedanken eines Schülers:
Bin I a Künstler ?
Shakespeare, Mozart und the Queen
I´ve never better People seen
Aber wath is denn with mir
Am I such a Ungetier?
Or am I a Nerventod
when I my Gedichte wrote
Let me endlich doch in Ruh
When you your Bewertung do
You can sing your tolles Lied
I like more an other beat
If du meine poems hate
Anyway - It´s my handmade
My poems are not for you
Ich dies for somebody do
Vielleicht for my family
Or for what you can not see
Für my little sisters dream
Verstehst du, was ich hiermit mean?
When I write I feel just so
and I am darüber froh
maybe ich bin ein Artist
or it´s wie du denkst nur Mist
Steckt a Künstler wohl in mir
Der Lehrer sagt: "Setzen! Vier"
von mir
In gewohnt polemischer, böser, satirischer Form nimmt sich Lehmann diesmal des Themas „Festung Europa“ an und bringt im Zusammenhang mit afrikanischen Flüchtlingen FRONTEX in den Clip. Ebenso brutal wie im Text geht Lehmann grafisch vor: Die Figuren der afrikanischen Flüchtlinge beschränkt er auf eine äußerst stereotype Darstellung, die dem rassistischen Unterton des zynischen Textes entspricht.
(via Spreeblick, Auch gut:„Du bist Terrorist“, „Rette Deine Freiheit“)
Glück?
Selbstverwirklichung?
(Selbst-) Erkenntnis?
Liebe?
Vernunft?
Gefühle?
Wer frei sein will, hat keine Wahl
Wir müssen uns entscheiden
Und manche sagen: Der Typ gehört in Therapie
kann sein, doch um mich weht ein Hauch von Anarchie
Komm sag es allen: Wir sind frei
Es gibt kein Müssen und kein Sollen
wenn wir nicht wollen
Die Zeit der Heuchler ist vorbei
und ihrer Barbarei
Denn wir sind frei
Blumfeld - Wir sind frei
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Die Gedanken sind frei
Vergleichbares mit Vergleichbaren vergleichen*

Dieser wahrhaft tiefsinnige Ausspruch wird mein Motto für die nächste Woche. Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, sondern Apfelsinen mit Mandarinen, große rote Äpfel mit kleinen Grünen. Vergleichbares mit Vergleichbaren vergleichen.* Joachim Gauck bei Anne Will
Du in mir
Ich im wir
In uns
Bei anderen
Als eins
Mit zwei Teilen.
Die Unsicherheit
Der Definition
Des Gefühls
Im Zustand
Des Schönen.
Die Momente
Voll Behagen
Am Abgrund
Zum Wahnsinn
Mein Sturz
Ins Uns.
Das Seil
Tod und Leben
Im Adrenalinchaos
Ich präsentiere
Meine kleine Größe
Mächtig in meiner
Schwachheit.
Egon Leif (2004)
Tosend bricht der Alltag
neben mir ins Tal,
gewalttätige Realität
voller Tod und Leid
als Elixier ins Lebens
Ein Lied
fließt um meine Lippen.
Die Ferne ist mir nah
im kleinen Menschenherz,
das Reich der Phantasie
umwoben mit schillernden Farben
aus Lächeln und Freude.
Ein kleines Lied
fließt um meine Lippen.
Licht perlt in meinen Augen ab
tropft prasselnd zur Erde.
Dort wachsen stachellose Rosen
von wunderschöner Farbe.
Ich weine nicht, doch
ein leises Lied
fließt um meine Lippen.
Mein stolzer Adler
erhebt die Lüfte unter sich,
kreist schneller und schneller
kesselt die Menschen ein,
die voller Stolz sind.
Manchmal wird
Mein Mund so trocken.
Egon Leif (2004)
Friedrich Nietzsche
"Die fröhliche Wissenschaft"
g e t ö d t e t, — ihr und ich! Wir Alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir diess gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was thaten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Giebt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch Nichts von dem Lärm der Todtengräber, welche Gott begraben? Riechen wir noch Nichts von der göttlichen Verwesung? — auch Götter verwesen! Gott ist todt! Gott bleibt todt! Und wir haben ihn getödtet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besass, es ist unter unseren Messern verblutet, — wer wischt diess Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnfeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Grösse dieser That zu gross für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine grössere That, — und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser That willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!“ — Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, dass sie in Stücke sprang und erlosch. „Ich komme zu früh, sagte er dann, ich bin noch nicht an der Zeit. Diess ungeheure Ereigniss ist noch unterwegs und wandert, — es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht der Gestirne braucht Zeit, Thaten brauchen Zeit, auch nachdem sie gethan sind, um gesehen und gehört zu werden. Diese That ist ihnen immer noch ferner, als die fernsten Gestirne, — u n d d o c h h a b e n s i e d i e s e l b e g e t h a n ! “ — Man erzählt noch, dass der tolle Mensch des selbigen Tages in verschiedene Kirchen eingedrungen sei und darin sein Requiem aeternam deo angestimmt habe. Hinausgeführt und zur Rede gesetzt, habe er immer nur diess entgegnet: „Was sind denn diese Kirchen noch, wenn sie nicht die Grüfte und Grabmäler Gottes sind?“ —
Wie haben wir ihn getötet? Ist nicht das Meer nur sehr viel H2O — ein bisschen gesalzen? Ist die Welt nur Eigenschaft und Rationalität? Und was bedeutet der Bedeutungsverlust? Wie müsste eine „Umwertung der Werte“ (Nietzsche) dann aussehen?
von kb /
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Die Gedanken sind frei
Von einem, der auszog, da er Weihnachten hasste
Kaufrausch (gegen die Wirtschaftkrise),
Kommerz (für eine glückliche Familie) und
Konsum (damit wir alle dick werden und nach Neujahr mit schlechtem Gewissen in die Sporthallen rennen. Oder zumindest die Jahreskarte kaufen).
Wo bleibt der Zauber, den das Ganze als Kind noch hatte? Verbotenerweise Plätzchen naschen, Spickzettel mit Weihnachtsmann-Gedichten schreiben, popelige Geschenke für Tante Hansi basteln, nachts beim Horchen auf den Nikolaus hinter der Tür halb einschlafen - vorbei.
Umgewandelt in Backstress, Organisationschaos, Kaufzwang. Schade. Singende Plastik-Weihnachtsmänner im Schaufenster werben für DIE Neuheit des Jahres: Jede Frau braucht einen Kochbuchständer, jeder Mann neue Socken.
...und jedes Jahr frage ich mich erneut: Warum nicht in der Karibik feiern?
Wer macht mit?
von xn /
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Die Gedanken sind frei
Herrn Dill den Rike schon kurz zitiert hat ...
Alexander Dill wahrscheinlich mit seiner Sophia und KindernWie kann denn ein [paradoxer] Dialog noch konstruktiv sein? Ist er nicht vielmehr sinnlos?
Dialog soll nicht konstruktiv sein. Das, was sich konstruktiv nennt, ist die Verhärtung von männlichen Denk- und Machtstrukturen. Es ist die Folge einer männlichen Lebensangst, deren Resultat die sogenannte Erkenntnis ist. [...]
Bisher wurde Philosophie immer mit der "Liebe zur Weisheit beziehungsweise Wahrheit" übersetzt. Allerdings hatte Sophia bei den Vorsokratikern vielmehr die Bedeutung eines Abwesenden oder, sagen wir genauer, EINER Abwesenden. [...]
Ist des überhaupt sinnvoll, nach Wahrheit zu streben? Was haben wir damit gewonnen? Philosophie ist die Liebe zu einer nicht vorhandenen FRAU, namens Sophia. Bevor wir die Sophia durch Wahrheit oder gar Weisheit ersetzen, sollten wir uns darüber wundern, dass bisher nur MÄNNER diesen Titel für sich beanspruchen. Frauen behelfen sich mit den Diotimas (oh hier eine Kleine Referenz zu Robert Musils Roman "Der Mann ohne Eigenschaften", einfach mal so) aus der Philosophiegeschichte und und führen nur einen männlichen Diskurs fort. Sie philosophieren ausdrücklich nicht als Frauen, sondern als "Menschen" oder "Subjekte", aus Rollen heraus, die ihrerseits vollständig von der männlichen Philosophie vorgegeben wurden. Sprich: Es gibt bisher keine weibliche Philosophie. Und wenn es sie gäbe, bestünde sie in der Auflösung der Philosophie, die nichts weiter ist, als eine im besten Fall selbstreflektive Tätigkeit des Mannes.Sie ist eine in Frage stellende Anmaßung, solange sie sich allgemein gibt. Sie ist aber auch eine große Chance, denn in keiner Wissenschaft erfahren wir mehr über den Mann, sein Denken,seine unterdrückten Gefühle und Ängste.
Warum fehlt dem Philosophen die Frau? Wofür steht die Frau?
Für das Abwesende, für das Fremde, dem "mann" nicht näher kommen kann. Das andere ist aus anthropologischer Sicht für den Mann die Frau. [...] Die Philosophie, die ja die abwesende Frau sucht, ist eine resignative Reaktion auf diese Abwesenheit: Vielleicht ist die Frau unauffinbar. Die Konsequenz heißt dann Homosexualität. [...]
Ist Philosophie eine Therapie?
Wenn man damit meint, dass man sein Leben als Mann bewusst begleitet, dann kann sie eine Therapie sein.
Aus "Der Blaue Reiter - Philosophie im Gespräch"
Kommentar von egon
Künstler: Roland Brueckner
Musik: Hans Unstern
jedes stück, jeder moment, jede illusion ein tauschgut.
wir tauschen die unendlichkeit von kinderaugen gegen die angelaufenen fersen von lederschuhen.
wir tauschen den geruch von blühenden fliederbüschen gegen mäßig permanente co vergiftungen
wir tauschen die kraft der langsamkeit gegen die geschwüre der immerwährenden eile
wir tauschen die chance auf eine reelle zukunft gegen schreckenszenarien
wir tauschen den boden auf dem wir stehen gegen nasse füße im schlamm
wir tauschen unsere traditionellen nahrungsmittel gegen fahrbare kilometer
wir tauschen unseren allerwertesten gegen läppische papierfetzen
wir tauschen jeden noch so einzigartigen moment gegen einen klick und einen 2D abklatsch
wir tauschen unsere träume gegen trübe aussichten
und wenn wir nicht vertauscht wurden, dann...
...malen wir immer noch schwarz
von xn /
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Die Gedanken sind frei
Am Tag als Michael Jackson starb und ...
... mein 5 Jahre alter mp3 Player das erste mal einen hard disc read error anzeigte und das als ich die schreckliche Nachricht gerade zum erste Mal gelesen hatte
... ich einen Stein von einem anderen Fussgänger "zugespielt" bekam, dieser an meinem Fuss abgeprallt ist und ich ihn genau zwischen die Beine eines vor mir laufenden Fussgängers geschossen habe
... mir 3 verrückte Inder anboten, 2 Wochen auf einer motorisierten Ritschka in Inden "Urlaub" zu machen und gleichzeitig 4000 Meilen zurück zu legen.
... alle Menschen weinten, oh ja."
Überhaupt, wer braucht Politiker, wenn wir doch die Plakate haben? Loriot brachte es wieder einmal auf den Punkt:
Der beste Platz für den Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.
Letzteres ist wohl auch der Grund, warum die NPD-Plakate immer ganz oben hängen. Obwohl die sicher niemand im Garten haben möchte.
Heftig protestiert wird in Dresden gegen ein Plakat, das für den demokratischen Anschein dem „Ausländer raus!“ noch ein (Schriftgröße 10) „kriminelle“ vorangestellt hat. Oder nehmen wir den arischen blonden Milchbubi mit der Aufschrift „Jung, Dynamisch, Deutsch“. Ob sie die wohl wegen Obama alle verhängt haben? Ich bin entsetzt, aber ich gehe zur Wahl.
Kommentar von egon
ich hab schon vor tagen meine exilwahl getätigt. allerdings grenzt das an schiere unmöglichkeit, den wust an zetteln, umschlägen und anschreiben so auf den weg zu bringen, dass die wahl auch als gültig anerkannt werden kann...
Über das Wesen der Langeweile sind vielfach irrige Vorstellungen verbreitet. Man glaubt im ganzen, dass Interessantheit und Neuheit des Gehaltes der Zeit "vertreibe", das heißt: verkürze, während Monotonie und Leere ihren Gang beschwere und hemme. Das ist nicht unbedingt zutreffend. Leere und Monotonie mögen zwar den Augenblick und die Stunde dehnen und "langweilig" machen, aber die großen und größten Zeitmassen verkürzen und verflüchtigen sie sogar bis zur Nichtigkeit.
Was man Langeweile nennt, ist also eigentlich vielmehr eine krankhafte Kurzweiligkeit der Zeit infolge von Monotonie: große Zeiträume schrumpfen bei ununterbrochener Gleichförmigkeit auf eine das Herz zum Tode erschreckende Weise zusammen; wenn ein Tag wie alle ist, so sind sie alle wie einer; und bei vollkommener Einförmigkeit würde das längste Leben als ganz kurz erlebt werden und unversehens verflogen sein. Gewöhnung ist ein Einschlafen oder doch ein Mattwerden des Zeitsinnes, und wenn die Jugendjahre langsam erlebt werden, das spätere Leben aber immer hurtiger abläuft und hineilt, so muß auch das auf Gewöhnung beruhen. Wir wissen wohl, daß die Einschaltung von Um- und Neugewöhnungen das einzige Mittel ist, unser Leben zu halten, unseren Zeitsinn aufzufrischen, eine Verjüngung, Verstärkung, Verlangsamung unseres Zeiterlebnisses und damit die Erneuerung unseres Lebensgefühls überhaupt zu erzielen. Dies ist der Zweck des Orts- und Luftwechsels, der Badereise, die Erholsamkeit der Abwechslung. Umgekehrt ist ein reicher und interessanter Gehalt wohl imstande, die Stunde und selbst noch den Tag zu verkürzen [...], ins Große gerechnet jedoch verleiht er dem Zeitgange Breite, Gewicht und Solidität, so daß ereignisreiche Jahre viel langsamer vergehen als jene armen, leeren, leichten, die der Wind vor sich her bläst, und die verfliegen.
Aus Der Zauberberg von Thomas Mann, Kapitel Exkurs über den Zeitsinn
Ich will es immer und immer wieder sagen. Einhorn, Einhorn, sprachliches Einhorn! Ich liebe Einhörner. Klingt das nicht seltsam?
Ich baue Einhörner immer wieder in Gespräche ein, die überhaupt nichts mit Pferden + Kopfschmuck zu tun haben. Nicht mal im entferntesten. Aber ich mache es, weil mich die Idee die hinter dem Wort Einhorn steckt, so sehr fasziniert hat. Es ist für mich DAS Synonym für die Begrenztheit menschlicher Ausdrucksmöglichkeit geworden. Das Einhorn als Produkt menschlicher Phantasie. Als etwas, was in Wirklichkeit nicht existiert.
Was fasziniert mich, wenn ich an Einhörner denke? Es geht hier auf jeden die Grenzen von bild-, zeichen- und lautsprachlicher Ausdrucksmöglichkeiten, welche die menschlichen Wahrnehmung im Bezug zur Wirklichkeit einschränkt. Wir können nur bestimmte Frequenzen hören, nur bestimmte Wellenlängen des Lichts wahrnehmen und auch unsere (LAUT) Sprache ist zum großen Teil aus logischen Bestandteilen aufgebaut. Wir filtern die Welt durch unsere Sinnesorgane. Was ich nicht in irgend einer Weise ausdrücken oder wahrnehmen kann, ist für mich schlicht und einfach nicht existent.
(Manchmal liebe ich auch Taranteln. Kommentare willkommen.)
Zu den Verlinkungen: Danke Hartmut, für diese wunderbare Seite.
ich weiß nicht, wo genau guatelumpur liegt und
ich weiß auch nicht so präzise wo ich gestern um 21:02:39 war.
aber meine bücher wissen es.
meine atlanten und globen und googlekarten wissen es.
meine handygesellschaft weiß es.
alle wissen alles.
ich weiß nicht wo sich die liebe und das glück versteckt halten
wenn sie nicht bei mir sind.
weiß nicht, wo meine trauer nächtigt und mein lachen träumt.
ich weiß nicht, wo genau das leben ensteht und
wer da alles seine finger mit im spiel hat
aber ich weiß, dass ich das auch nicht wissen muss.
ich habe ein gespür dafür wie es sein könnte.
und was ich nun mal gar nicht weiß,
ist, wo meine gedanken sind.
nicht hier
nicht da
aber auch nicht nirgendwo.
so ein bisschen dabei
ein bisschen mehr aber in der ferne, die keinen namen trägt.
also, wer hilft mir meine gedanken zu finden?
bücher? karten? bilder? du?
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Die Gedanken sind frei
Seit einiger Zeit habe ich Lust mich Runkelhuhn zu nennen.
http://www.youtube.com/watch?v=XvNytSloHGA
Die Nacht ist schwarz,
im Hühnerstall ist's dunkel,
in der Ecke, eine alte Runkel.
Lalalala, Lalalala
Die Nacht ist schwarz,
im Hühnerstall ist's dunkel,
da malt sich etwas ab.
Es ist das Huhn Kartoffelsalat,
Dachlatte die 16te.
Sie will fliehen.
In die Freiheit,
hinaus, hinein, hinaus.
Hör zu Runkel,
leih mir deine Zange.
Und die Runkel leiht dem Huhn die Zange.
Und es macht sich frei, aus der Hühnereinerei
Japapam, Jalalalala ....
Huhn Huhn, Huhn Huhn,
Runkel Huhn, Stall, Hahn, Hack
Und das Huhn Kartoffelsalat, Dachlatte die 16te zieht
ihren Regenmantel an, ihren Regenmantel an
und ein Rucksack.
Hahaha, es will fliehen, hahahahaha, lalalala
Schnipp Schnipp Schnipp, Schnipp Schnipp Schnipp
der Draht ist entzwei, und das Huhn flieht aus dem Hühnerstall einerlei.
über die Strasse, dort trifft es den Frosch,
den Frosch, den Frosch, Quak.
Der Frosch, hat einen merkwürdigen Namen:
.....
Er heisst:
Ja, ich improvisier immer ein bisschen dabei...
Er heisst Frosch ohne Namen.
Und er besteigt das Huhn,
und es platzt, perdautz,
es ist kaputt, der Frosch ist schuld.
Tja, dieses Lied sollte wie eigentlich viele oder fast schon alle meine Lieder
ein bisschen zum Nachdenken anregen.
Und ich glaube es hat seinen Zweck verfehlt, nicht verfehlt.
Kommentar von egon
Klein (Interviewer, Anm.): Welche Gefühle haben Sie heute beim Nachdenken über die Natur?
Weinberg (Biophysiker, Anm.): Ein Empfinden von Schönheit, des Staunens und eines Mysteriums. Denn wie weit auch immer wir kommen werden auf der Suche nach einer letztgültigen Theorie, so werden wir doch nie erfahren, warum die Naturgesetze so sind, wie sie sind. Ein Geheimnis wird immer bleiben.
Klein: Viele Menschen, auch manche Ihrer Kollegen, nennen es Gott.
Weinberg: Ich nicht.
Klein: Warum nicht?
Weinberg: Weil der Respekt vor unserer Geschichte es mir verbietet. Das Wort "Gott" hatte jahrhundertelang im Westen eine ziemlich scharf umrissene Bedeutung: Es meinte ein in bestimmter Weise persönliches Wesen, einen Schöpfer, der sich mit Fragen von Gut und Böse befasst. An einen solchen Gott glaube ich nicht. Wenn nun Einstein einen kosmischen Geist von Schönheit und Harmonie "Gott" nennt, so verleiht er diesem Begriff eine ganz neue Bedeutung. Mir scheint, er tut einem bewährten Wort Gewalt an. Schließlich erfüllt mich das Nachdenken über die Natur auch nicht annähernd mit den Emotionen, die ich gegenüber einem persönlichen Gott hätte. Die Naturgesetze sind unpersönlich, sie interessieren sich nicht für uns. Wie könnte ich für sie warme Gefühle wie für einen anderen Menschen oder selbst für meine Siamkatze hegen?
Klein: Ihr Buch "Die ersten drei Minuten", in dem Sie das Standardmodell erklären, endet mit einem berühmten Satz: "Je begreiflicher uns das Universum wird, desto sinnloser erscheint es uns auch." Was meinten Sie damit?
Weinberg: Dass wir nichts finden, was unserem Leben einen objektiven Sinn verleiht. Denn in den Naturgesetzen ist nichts erkennbar, was uns eine besondere Stellung im Universum verleiht. Dies bedeutet nicht, dass ich mein Leben sinnlos finde. Wir können einander lieben und versuchen, die Welt zu verstehen. Doch diesen Sinn müssen wir unserem Leben selbst geben. Vielleicht erinnern Sie sich, dass auf den von Ihnen genannten Satz noch einer folgt: "Das Bestreben, das Universum zu verstehen, hebt das menschliche Leben ein wenig über eine Farce hinaus und verleiht ihm einen Hauch von tragischer Würde."
Klein: Wieso tragisch?
Weinberg: Tragisch, gemessen an dem, was man einst glaubte. Die Menschen hielten sich selbst für Figuren in einem kosmischen Drama: Wir wurden geschaffen, haben gesündigt, werden erlöst – eine ganz große Geschichte. Nun merken wir, dass wir eher wie Schauspieler sind, die ohne Regieanweisung auf einer Bühne herumstehen, und dass uns nichts anderes übrig bleibt, als hier ein bisschen Drama, dort ein wenig Komödie zu improvisieren. Ich empfinde dies als einen Verlust.
Kommentar von egon
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Kommentar von xn
http://www.zeit.de/2009/15/Klein-Weinberg-15?page=all
dat sieht doch kein mensch
Lieber General, ich kann es dir nur noch einmal sagen: Du nimmst das Denken zu ernst. Aber, da du wert darauf legst, kann ich dir ja erklären versuchen, wie ein Zivilist denkt. [...]
Du bist erstens auf einem falschen Weg, General. Der Geist ist nicht im Zivil zu finden und das körperliche im Militär, sondern es verhält sich genau umgekehrt. Denn Geist ist Ordnung. Und wo gibt es mehr Ordnung als beim Militär? Alle Halskragen haben dort eine Länge von 4 Zentimetern, die Zahl der Knöpfe ist genau festgesetzt und selbst in den träumereichsten Nächten stehen die Betten schnurgerade an den Wänden. Wissenschaft ist nur dort möglich, wo sich die Geschehnisse wiederholen oder doch kontrollieren lassen. Und wo gebe es mehr Wiederholung und Kontrolle als beim Militär? Ein Würfel würde kein Würfel sein wenn er nicht um 9 Uhr so rechteckig wäre wie um sieben. (Aus Teil 8 12:00" - 14:30")
Leider lässt der Autor Ulrich (den Mann ohne Eigenschaften) nicht erläutern, warum das körperliche nun genau im Zivil zu finden wäre. Nachdem der General zu einer kurzen Widerrede angesetzt hat, entgegnet Ulrich:
"Nicht mehr oder weniger Unsinn als alles andere", verteidigte sich Ulrich. "Es gibt kein Ja an dem nicht ein Nein hängen würde. Du kannst tun was du willst. So findest du 20 der schönsten Ideen dafür und wenn du willst, 20 die dagegen sind. Man könnte fasst schon glauben, es ist wie in der Liebe und im Hass und beim Hunger. Wo der Geschmack verschieden sein muss, damit jeder zum Seinen kommt. [...]
"Ich würde dir raten", meinte Ulrich, "Diotima den Tipp zu geben, dass Gott ein Zeitalter der Körperkultur heraufzubeschwören scheint. Denn das einzige was den Ideen einigermaßen halt gibt, ist der Körper zu den Sie gehören."
Der Zivilgesellschaft steht ein Zeitalter der Körperkultur (ohne Geist) bevor. Ich finde, dass an seiner Idee schon etwas dran ist. (Auch ja schon relativiert, immer 20 Sachen dafür und 20 dagegen sprechen können, wenn man will). Vielleicht fällt euch ja dazu etwas ein?
Das ist das Problem, wenn Leute ein Produkt machen sollen, für das sie sich eigentlich gar nicht interessieren, sondern sich nur dafür zuständig fühlen, gute Zahlen vorweisen zu können. Dieses Problem wird bis heute überall institutionalisiert gefördert und in allen Betrieben als “Lösung” implementiert und hört auf den Namen: ???Meine Rede! Welches Wort muss man bei ??? einsetzten um etwas sehr Richtiges und Wahres zu erhalten. Auflösung folgt bei Beteiligung. (hehe)
du hast es doch versprochen großer imp












