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Der Grundgedanke der Diskursethik kompakt (Ideal!)*:
Wer gegenüber anderen Menschen (oder auch denkend zu sich selbst) überhaupt nur ernsthaft zu argumentieren beginnt, der unterstellt implizit immer schon die (passive) Zugänglichkeit der angesprochenen Personen für rationale Argumente ebenso wie deren (fikitive) Fähigkeit, argumentativ zu antworten; sonst wäre ja sein eigener Argumentationsversuch sinnlos.
[...]
Allgemeingültig sind Ansprüche, die jede Person, die sich als Mitglied der universellen moralischen Gemeinschaft versteht, vernünftigerweise - [das heißt präzise] geprüft im verallgemeinerten gedanklichen Rollen- und Perspektiventausch - gegenüber jedermann vertreten kann.*
* Ulrich, Peter (1997): Integrative Wirtschaftsethik S. 48 u. 79.
** Zur Erhöhung der Leserzahl auf 3,5 je Monat. Schöne Theorienwelt.
Wer gegenüber anderen Menschen (oder auch denkend zu sich selbst) überhaupt nur ernsthaft zu argumentieren beginnt, der unterstellt implizit immer schon die (passive) Zugänglichkeit der angesprochenen Personen für rationale Argumente ebenso wie deren (fikitive) Fähigkeit, argumentativ zu antworten; sonst wäre ja sein eigener Argumentationsversuch sinnlos.
[...]
Allgemeingültig sind Ansprüche, die jede Person, die sich als Mitglied der universellen moralischen Gemeinschaft versteht, vernünftigerweise - [das heißt präzise] geprüft im verallgemeinerten gedanklichen Rollen- und Perspektiventausch - gegenüber jedermann vertreten kann.*
* Ulrich, Peter (1997): Integrative Wirtschaftsethik S. 48 u. 79.
** Zur Erhöhung der Leserzahl auf 3,5 je Monat. Schöne Theorienwelt.
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Der Kunde meldet Bedürfnisse an, die man früher an Kunst und Religion adressierte.
Ende 2009 habe ich einen sehr guten, wenn auch bissig formulierten Artikel aus dem Blauen Reiter eingescannt, der sich mit dem Religionsersatz Marke beschäftigt. Durch Zufall bin ich beim Archivieren meiner Fotoalben darauf gestoßen. Nachdem ich es nicht geschafft hatte, die Ausschnitte aus "Marke und Metaphysik" von Jutta Heinz zu veröffentlichen, hole ich das jetzt nach. Viel Spaß beim Lesen!
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Nachdem die Autorin mit
einem eher weniger
spannenden Vergleich
von Platons Höhlen-
gleichnis und dem
"fernsehenden Konsum-
bürgers" beginnt, leitet
Sie ihre Analyse moderner
Werbung und Marken
ab...
Abschnitt 1 von 4Nachdem die Autorin mit
einem eher weniger
spannenden Vergleich
von Platons Höhlen-
gleichnis und dem
"fernsehenden Konsum-
bürgers" beginnt, leitet
Sie ihre Analyse moderner
Werbung und Marken
ab...
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erstellt am 20.08.2011
von xn /
Kategorie
Philosophisch-populäres
Nochmal Affen - aber sehr viel besser in Szene gesetzt
Ojé, ich bin ein hoffnungsloser Fall: Ich habe mich in ein Interview verliebt! Soviel tierische Menschlichkeit habe ich, wie hier in diesem Interview mit Jane Goodall - der weltbekannten Verhaltensforscherin - noch nie auf einem Haufen gelesen. Ihre Forschungen und Beobachtungen von Schimpansen haben mit ihr das gemacht, was manch anderen Fällen nur mit äußerster Anstrengung möglich erscheint: einen wissenden, toleranten, offenen Menschen, der ebenfalls um die Gewalttaten weiß, die er sich und anderen zufügen kann und nicht naiv verklärt.Hier ein paar Auszüge aus dem Interview (am liebsten hätte ich das ganze Interview kopiert):
ZEITmagazin: Louis Leakey, der Anthropologe. Er hat Sie 1960 zu den Schimpansen in den Urwald geschickt – mit Ihrer Mutter, das war die Bedingung der britischen Kolonialverwaltung. Leakey hoffte, etwas über die Herkunft des Menschen zu erfahren.----
Goodall: Nein! Mein Lehrer war Rusty, mein Spaniel. Er hat mich durch meine Kindheit begleitet. Er war unheimlich intelligent – und anders als alle meine späteren Hunde. Dank Rusty kam ich nicht auf die Idee, am Verstand und an der Persönlichkeit der Tiere zu zweifeln.
Goodall: Die Begegnung mit David Greybeard, so habe ich den Affen genannt. Ich hatte ihn schon öfter beobachtet, an seinem grauen Backenbart konnte ich ihn wiedererkennen. Eines Tages nahm er die Bananen. Bald duldete er meine Nähe und führte mich zu seinen Freunden. So konnte ich beobachten, wie er mit einem Grashalm nach Termiten stocherte. Niemand hätte bis dahin für möglich gehalten, dass frei lebende Affen Werkzeuge benutzen.---
ZEITmagazin: »Wir müssen nun entweder neu definieren, was der Mensch ist, oder Schimpansen als Menschen anerkennen«, schrieb Louis Leakey damals.
Goodall: Ja, denn der Werkzeuggebrauch galt geradezu als das, was uns von allen anderen Tieren unterscheidet.
Goodall: Zum Schutz vor den Schimpansen. Wir wussten, dass sie Menschenbabys holen.---
ZEITmagazin: Was machen sie mit ihnen?
Goodall: Aufessen. Menschen essen Schimpansen und umgekehrt. Schimpansen sind eben Primaten wie wir – mit dem Unterschied, dass sie die Menschen niemals ausrotten werden.
ZEITmagazin: Dennoch haben Sie mit manchen Affen so etwas wie Freundschaft geschlossen.
Goodall: Eigentlich gibt es kein Wort für die Art unserer Beziehung. Ein Hund kann ein Freund werden, ein Schimpanse nicht. Sie haben ihre Freundschaften untereinander, aber sie wissen sehr genau, dass ein Mensch nicht zu ihnen gehört. Am ehesten ist es vielleicht gegenseitiges Vertrauen – und Respekt.
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Hier gehts zum Video.
(Der Mann hat über Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" promoviert! Das gibt Extrapunkte.)
Bildnachweis: © Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons)
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